Die Wohnung für den Auszug vorbereiten & was bedeutet „besenrein“?

Beim Auszug aus einer Mietwohnung gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Vermieter erwarten oft, dass die Wohnung in einem bestimmten Zustand übergeben wird – häufig ist von „besenrein“ die Rede. Doch was bedeutet das genau? Und welche Arbeiten sind erforderlich, um Streitigkeiten zu vermeiden? Dieser Artikel klärt die wichtigsten Punkte und hilft Ihnen, Ihren Auszug stressfrei zu gestalten.


Was bedeutet „besenrein“?

Der Begriff „besenrein“ wird häufig in Mietverträgen verwendet, ist jedoch nicht immer eindeutig. Grundsätzlich bedeutet er:

  • Keine groben Verschmutzungen: Die Wohnung sollte ordentlich gekehrt sein, inklusive Böden, Ecken und Sockelleisten.
  • Keine persönlichen Gegenstände: Alle Möbel, Vorhänge und andere Gegenstände des Mieters müssen entfernt sein (es sei denn, etwas wurde mit dem Vermieter anders vereinbart).
  • Keine Müllreste: Entfernen Sie alle Abfälle, auch aus Keller, Dachboden und Garten (falls vorhanden).
  • Oberflächen feucht abwischen: Dazu gehören Fensterbänke, Küchenarbeitsflächen, Armaturen sowie Regale und Schränke, falls diese zur Wohnung gehören.

Besenrein heißt nicht, dass die Wohnung einer Grundreinigung unterzogen werden muss. Dennoch sollte sie in einem ordentlichen Zustand hinterlassen werden, sodass der Vermieter sie problemlos neu vermieten kann.


Muss ich die Wände streichen?

Ob die Wände beim Auszug gestrichen werden müssen, hängt von den Regelungen im Mietvertrag ab.

  1. Wenn die Wände neutral sind: Falls Sie die Wände nicht in auffälligen Farben gestrichen haben, ist ein neuer Anstrich oft nicht notwendig.
  2. Wenn bunte Farben vorhanden sind: Wände in kräftigen oder dunklen Farben müssen meist wieder neutral (in der Regel weiß oder hell) gestrichen werden.
  3. Rechtliche Grauzone: Eine Verpflichtung zur Renovierung besteht oft nur, wenn Sie die Wohnung in einem renovierten Zustand übernommen haben. Überprüfen Sie, ob die Klauseln im Mietvertrag rechtlich zulässig sind.

Löcher, Dübel und Co.: Was muss repariert werden?

Eine der häufigsten Ursachen für Streit bei der Wohnungsübergabe sind Löcher in den Wänden. So gehen Sie richtig vor:

  • Entfernen Sie alle Schrauben und Dübel aus den Wänden.
  • Verspachteln Sie die Löcher mit einem geeigneten Füllmaterial.
  • Glätten und nachstreichen: Achten Sie darauf, dass verspachtelte Stellen sauber und glatt sind. Größere Bereiche sollten nachgestrichen werden.

Weitere wichtige Punkte beim Auszug

  1. Reinigung von Küche und Bad:
    • Entfernen Sie Kalkablagerungen in Bad und Küche.
    • Säubern Sie Armaturen, Fliesen, Spüle, Dusche und Toilette.
    • Der Backofen und das Kochfeld sollten sauber sein, ebenso der Kühlschrank, falls er in der Wohnung bleibt.
  2. Fenster und Rollläden:
    • Reinigen Sie die Fenster inklusive Rahmen und Fensterbänke.
    • Überprüfen Sie Rollläden auf Funktionsfähigkeit.
  3. Fußböden:
    • Saugen oder wischen Sie alle Böden.
    • Teppiche, die zur Wohnung gehören, sollten professionell gereinigt werden, wenn sie stark verschmutzt sind.
  4. Keller und Nebenräume:
    • Leeren und reinigen Sie auch den Keller, den Dachboden oder die Garage.
  5. Schlüsselübergabe:
    • Sammeln Sie alle Schlüssel, die zur Wohnung gehören, einschließlich Keller- und Briefkastenschlüssel.
    • Falls Sie Kopien angefertigt haben, geben Sie auch diese ab oder zerstören Sie sie.

Wie läuft die Wohnungsübergabe ab?

  1. Termin mit dem Vermieter:
    Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin zur Übergabe.
  2. Übergabeprotokoll erstellen:
    • Dokumentieren Sie den Zustand der Wohnung schriftlich und mit Fotos.
    • Lassen Sie das Protokoll vom Vermieter unterschreiben, um spätere Missverständnisse zu vermeiden.
  3. Zählerstände ablesen:
    Notieren Sie die Zählerstände für Strom, Wasser und Heizung und geben Sie diese an den Energieversorger weiter.

Warum lohnt sich die Mühe?

Eine ordnungsgemäß hinterlassene Wohnung reduziert das Risiko von Streitigkeiten mit dem Vermieter. Zudem ist der Vermieter verpflichtet, die Mietkaution nach Abschluss der Übergabe und Klärung aller Ansprüche zurückzuzahlen.


Checkliste für die Wohnungsübergabe

  • Wohnung besenrein hinterlassen
  • Wände ggf. weiß streichen
  • Löcher verspachteln und glätten
  • Küche und Bad gründlich reinigen
  • Fenster und Fußböden säubern
  • Schlüssel vollständig übergeben
  • Übergabeprotokoll anfertigen

Mit diesen Tipps und einer guten Vorbereitung steht einem erfolgreichen Auszug nichts im Weg. Denken Sie daran: Eine ordentliche Wohnung hinterlässt nicht nur einen guten Eindruck, sondern erleichtert Ihnen auch die Rückzahlung der Kaution.

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